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Rock´n´Roll Wedding

Zeit wird´s, dass ich euch fototechnisch an meinem letzten Sommer teilhaben lasse! Ich durfte Anteil an vielen wunderbaren Hochzeiten haben – den Anfang machen heute meine Freunde Manu und Jimmie, die sich im September in München vermählten. (ist „vermählten“ nicht ein total geiles Oldschool-Wort? Sagt man viel zu selten!) Die Brautvorbereitungen fanden im besten Friseurladen Münchens statt – nämlich im Pony & Kleid! Die Chefin Julia herselfe zauberte erst Manu eine tolle Frisur und Make-Up um dann noch letzte Hand an die Haarpracht und Krawatte des Bräutigams Jimmie zu legen, der aufgeregt vor dem Laden auf seine Braut wartete. Den Schmuck, den Manu trägt, hat übrigens Ihrer Freundin Vroni von Voodoolicious selbst gemacht!

Jimmie war selbstverständlich begeistert von seiner schönen Braut und als ich mich nach dem „First Sight“ – Fotos zu den anderen umdrehte, wischte sich gerade die Hälfte der Mädels die Tränchen aus den Augen – so süß! Standesgemäß ging es dann mit Jimmie´s Oldsmobile quer durch die Stadt Richtung KVR, wo die Trauung stattfand. Dort warteten bereits die restlichen Gäste auf das Brautpaar und schwups-di-wups war es schon Zeit und die Trauung begann. Besonders schön und rührselig waren die persönlichen Wort, die sich das Brautpaar nach dem Ringwechsel zusprachen. Das erfordert zwar bestimmt einigen Mut und ist aufgrund der zittrigen Stimme meistens schwer zu verstehen aber wundervoll und unvergesslich für den Partner. Auch ein schönes Detail war das Medaillon, welches Manu´s Großeltern zeigte und im Brautstrauß mit eingearbeitet war.

Der anschließende Sektempfang bei besten Wetter auf der Dachterrasse des Standesamtes war sehr schön, alle gratulierten dem Brautpaar, Luftballons stiegen in die Luft, es wurde zugeprostet, gelacht und sich die Freudentränen aus dem Gesicht gewischt – eben alles, was man so von einem Empfang hoffen kann. Erst jetzt bemerkte ich den riesigen blauen Fleck an Manus Arm, den sie einer etwas unbeholfenen Arzthelferin beim Blut abnehmen ein paar Tage vorher zu verdanken hatte. Aber auch das inszenierten wir auf lustige Art und Weise und dann war es nur noch halb so schlimm.  🙂  Manche Sachen nimmt man besser mit Humor – ändern kann man sie am Tag selbst eh nicht – warum also aufregen!?

Dadurch, dass das Restaurant, in dem die Feier stattfand, super zentral lag, konnten wir unsere 3 Fotolocations in relativ kurzer Zeit erreichen. Meine geliebte Graffiti Wand am Schlachthof ist eh direkt neben dem Standesamt und war somit unser erstes Ziel. Danach ging es zum Kuchen anschneiden ins Bürgerheim, wo auch gefeiert wurde. Wie ihr seht, passt auch die Hochzeitstorte zum Gesamtkonzept! Manu und Jimmie nahmen sich zu meinem Glück richtig Zeit für die Portraitfotos und wir fuhren als nächstes das süße Kaffee „Lohner und Grobitsch“ an, in dem die Beiden Stammgäste sind. Als letztes besuchten wir noch eines der Münchner Wahrzeichen – die Bavaria und die Theresienwiese, wo schon fleißig am Aufbau der Zelte für die Wies´n gewerkelt wurde.

Den Abend ließen wir mit tollen Essen, schwedischen Trinksprüchen, kleinen Spielchen, Musik, Tanz und ich fast ganz ohne Kamera ausklingen! Liebe Manu, lieber Jimmie, danke, dass ich dabei sein durfte!

Und auch diese Hochzeit beweist mal wieder: es braucht keine Kutsche, keine Tauben, kein Kleid für 3000€, keine Schlosspark zum fotografieren, keine 100 Gäste, kein Dresscode und keine Lackschuhe um eine wunderbare, individuelle Hochzeit zu feiern!

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